Diskussion zu den Fällen 126-151

zurück zum Fall des Monats

Diskussion zu den Fällen 1-30
Diskussion zu den Fällen 31-50
Diskussion zu den Fällen 51-100
Diskussion zu den Fällen 101-125
Fall der Woche Nr. 151
Bei diesem grossen, scharf begrenzten Gebilde ohne sichtbare Organbeziehung,
das hauptsächlich hypoechogen ist, mit einem wahrscheinlich soliden
randständigen Anteil, bei diesem Ding denke ich am ehesten an ein Kystadenom
(Cystadenoma pseudomucinosum) des Ovars. Ein Fall für den Gynäkologen, er
solls herausnehmen.
Wir dachten es auch. ein Gynäkologe hat es operiert, doch es war eine paraovarial liegende Zyste mit Schleimmassen und ein mässig differenziertes Plattenepithel-Ca (Primär-Tumor DD: Magen? Bronchus?) JT
Fall der Woche Nr. 150
Bild 1und 2  zeigen unter der Haut zwei grosse stark durchblutete
Lymphknoten.
Bild drei: B entspricht einer Speicheldrüse, C ist etwas inhomogen
echodichtes Gewebe, ich kann es nicht sicher einem Organ zuordnen und würde
eher ein entzündliches Ödem vermuten. A ist unregelmässig hypoechogen, nicht
durchblutet, es ist an eine Nekrose/ einen Abszess zu denken.
Meine Vermutungsdiagnose: retrotonsillärer Abszess.
Eine Sache für den Spezialisten, der (ev. nach Anfertigen einer CT)
drainieren wird.
Der Internist kann mit einem Antibiotikum beitragen.
Es handelt sich um eine schwere Tonsillitis, in C ist die Tonsille dargestellt. Glücklicherweise kan man kein Peritonsillarabszess nachweisen. unter AB-Therapie kam es zur Heilung.
Fall der Woche Nr. 149
Eine Zyste liegt nicht vor (diese wäre glatt begrenzt, je nachdem anechogen
oder stark hypoechogen und hätte eine dorsale Schallverstärkung).
Hier ist ein hypoechogenes unregelmässig begrenztes Gebilde mit dorsalem
Schallschatten (im CT naturgemäss weniger deutlich). Man hat den Eindruck,
die Läsion verhalte sich infiltrativ, zerstört Gewebssepten.
Bei dieser Frau ohne Vorgeschichte (es wäre allenfalls an eine Narbe zu
denken) würde ich die Histologie forcieren und das Gebilde mit genügend
Sicherheitsabstand raus haben wollen, da zuallererst an ein Karzinom zu
denken ist.
Sehr gut beurteilt. In der Tat war auch ich von dieser Morphologie überrascht und dachte an Mamma-Ca, was später histologisch bestätigt wurde.  JT
Fall der Woche Nr. 148
Der linke Hoden scheint vergrössert zu sein, Durchmesser ca. 3 cm. Auffällig
ist,  dass er durchsetzt ist von recht scharf begrenzten hypoechogenen
Herden, die ungleich gross sind.
Man sieht Gefässe (gibt die Skala die Geschwindigkeit in cm/sec an?).
Ein akuter bakterieller Infekt ist weitgehend ausgeschlossen.
Infekte, die in südlichen Ländern vorkommen, sind mir wenig bekannt, die Tbc
macht wohl eher Abszesse, Bruzellen können in Hoden und Nebenhoden gehen.
Die Diffenzialdiagnose ist breit: Was hältst Du von einer Vaskulitis, einer
ganulomatösen Orchitis oder (für mich am ehesten) einem Lymphom?
Ich denke, man braucht eine Histologie, d.h. eine Hodenbiopsie.
Das Weitere wird sich weisen. Eine Untersuchung des Abdomens hinsichtlich
Veränderungen parenchymatöser Organe und zur Suche nach Lymphomen würde ich
wagen.
Und es war doch eine Tbc-Orchitis...JT
Fall der Woche Nr. 147
Eine echte Knacknuss - für meine Zähne eher zu hart. Bild A: die Leber ist nicht normal, abgerundet, echodicht, nicht homogen mit eher dicker Pfortaderwand. Bild B: dorsal wahrscheinlich die normale V. cava, ventral davon wahrsch. Pfortader, die aber nicht im ganzen Verlauf anfärbt, wie sie sollte. Die Bilder mit Kontrast zeigen eine fehlende Anfärbung eines Gefässes, die Pfortader sollte jetzt kommen. Dorsal davon eine scheckige Kotrastmittelanreicherung. Hat die Dame ein HCC (Zirrhose und erhöhtes AFP) mit einer akuten Komplikation, z.B. einer septischen Pfortaderthrombose? Eine Thrombose allein macht oft wenig Beschwerden.
Es handelt sich meiner Meinung nach um eine ws. frische Pfortaderthrombose, gemäss der Late Phase mit SonoVue um eine komplette Obstruktion, die bis Confluens reicht. Nativ gleicher Befund. Gibts in der früharteriellen Phase Anhaltspunkte für ein HCC, das in Porta hepatis reicht und die PV-Thrombose verursacht? Therapie: Liqueminisierung, ev.  transjugulärer Thrombolyseversuch
Es handelt sich um Pfortaderthrombose, die durch ein Hepatom im 7 Segmenten und Zapfen in der Pfortader verursacht wurde. Mit Echokontrast konnte der Tumorzapfen als durchbluteter Anteil des Pfortaderraumes dargestellt werden. JT
Fall der Woche Nr. 146
Dilatierte Darmschlingen, nicht eindeutig verdickte Darmwarnd und ich vermute vergrößerte Lymphknoten?? Vielleicht yersinia enterocolitica? Oder doch zu gewagte Diagnose. W.
Sehr schöne Bilder!
Auf dem ersten Bild sehe ich viele Darmwandstrukturen ineinandergefaltet.
Das Powerdoppler sagt mir nicht so viel, es hat Gefässe drin, der Darm
lebt..Bild drei: über dem Psoas viele längliche Gebilde, entweder chymusgefüllte
Darmschlingen oder Lymphknoten (da müsste man die Bewegung mit einbeziehen).
Das Powerdoppler schliesst erstere Möglichkeit aus, es hat Gefässe im
Inneren.Das Kind wird einen Infekt gehabt haben, mit den vielen Lymphknoten kommt
diverses in Frage, Ursache der akuten Symptomatik ist wahrscheinlich eine
Invagination, wobei eine dicke Peyer'sche Plaque als führende Struktur
mitgeholfen haben kann.Therapeutisch kann schon die Untersuchung wirken, indem der Darm nach
proximal mit dem Schallkopf massiert wird. Es ist mir bisher einmal
gelungen.
Toll, schon wieder alles richtig... es handelte sich tatsächlich um Lymphadenitis mesenterialis, wichtige DD einer Appendizitis, sehr oft durch Yersinien verursacht. Zum Glück keine Invagination... JT
Fall der Woche Nr. 145
Meines Erachtens handelt es sich um einen Spätabszess im re. Unterbauch, eine CT Abdomen könnte noch durchgeführt werden. Sanierung durch Laparotomie.

Hier scheinen vorwiegend Darmstrukturen dargestellt zu sein, ob eine oder
mehrere Schlingen ist nicht zu eruieren.
Die Wand ist massiv verdickt, eine klare Schichtung ist nicht ersichtlich,
ebenso wenig ist erkennbar, ob eine Passagebehinderung besteht.
Die Differenzialdiagnose geht Richtung entzündliche oder neoplastische
Ursache. Die Anamnese spricht eher für eine Neoplasie.
Mit dem Eindruck, die Wand sei verdickt/ infiltriert, denke ich eher an eine
andere Ursache als ein Adenokarzinom, z. B. an ein Lymphom oder sonst etwas
Seltenes.
Diagnostisch würde ich zuerst eine Endoskopie wagen.
Die sonographische Bildgebung liesse sich sicher optimieren (bildfüllende
Darstellung des interessierenden Bereichs, Fokuseinstellung,
Doppleruntersuchung etc).

Es handelt sich um eindrückliche Darstellung des Non-Hodgkin-Lymphoms- also BRAVO, schon wieder daran gedacht...JT
Fall der Woche Nr. 144
Auf allen Bildern sind zahlreiche Lymphknoten, z.T. als Pakete erkennbar.
Die Milz ist wahrscheinlich vergrössert.
Ich vermute eine Neoplasie, d.h. ein Lymphom, und eher nicht eine reaktive
Lymphadenopathie. Ohne Kenntnis der Anamnese (B- Symptome etc.) und übriger
Befunde ist eine Einengung kaum möglich.
Sagen wir mal: M. Hodgkin. Eine Biopsie zur Histologie ist unumgänglich.
In der Tat war auch ich sehr unsicher und dachte in erster Linie an einen Lymphom, doch die Histologie eines ganzen Lymphknotens ergab die diferentialdiagnostisch mögliche Sarkoidose. JT.
Fall der Woche Nr. 143
Schwierig, schwierig. Ohne eine anatomische Zuordnung machen zu können vermute ich in der länglichen hypoechogenen Zone, die umgeben von hyperechogenem Gewebe ist, eine Entzündung, die vielen Gefässe passen auch dazu. Eine pararektale Fistel, die entzündet ist, könnte die Erklärung der Befunde sein.
In der Tat- eine pararectale Fistel wurde erfolgreich operiert. JT.
Fall der Woche Nr. 142
Obwohl die Mamma in meiner Dignitätsliste nicht vorkommen wird, wage ich
einen Versuch:
Polyzyklische bis ca 2 cm grosse Raumforderung, aus verschieden echodichten
Knoten aufgebaut, eher scharf begrenzt, verdrängend wachsend. Die Hauptachse
liegt parallel zur Hautoberfläche. Es besteht eine dorsale
Schallverstärkung. In einem zentralen Gefäss hohe Flussgeschwindigkeit mit
hohem Widerstandsindex.
Auf eine Diagnose kann ich mich nicht festlegen, einige Elemente sprechen
für ein Fibroadenom, ich glaube aber nicht, dass die Patientin ohne FNP
und/oder Exzision davonkommen wird.
Obwohl auf den ersten Blick relativ scharf abgegrenzt und gelappt aufgebaut was durchaus an Fibroadenom denken lässt, ist die Durchblutung eindeutig zu stark, mit insgesamt mehr als 4 identifizierbaren Gefässen , die relativ hohe Vmax um 20cm/sec und Vsum von >80cm/sec haben. Damit, dank Doppler eindeutig malignomverdächtigt. Es ist ein sonographisch etwas atypisches invasiv ductales Karzinom.JT
Fall der Woche Nr. 141
Anamnese, Sono-Bild ( unregelmäßige echoarme Raumforderung auf dem Harnblasenboden sowie Hypervaskulisation im Farbdoppler) lassen am ehesten an ein Harnblasentumor denken. Der nächste Schritt wäre zum Beispiel eine Zystoskopie.

Auf den transabdominalen Bildern ist der Blasenboden angehoben durch einen
Knoten, der im Bereich einer Uretermündung liegt.
Transrektal fällt dieser Knoten auch auf, die endoluminale Wand der Blase
ist meines Erachtens nicht glatt.
Für ein Konkrement als wichtige Differenzialdiagnose sehe ich keinen
Hinweis.
Ich denke, da ist eher ein Malignom am wachsen und würde deshalb den
Urologen reinschauen lassen. Dieser wird Biopsien nehmen und die Sache ihren
Lauf.

der prostata-mittellappen reicht weit in die blase hinein - vielleicht ein intermitt. blutendes ca, der im duplexmode nachgewiesene flow in die blase ist whs. urin aus dem rechten ureter, oder aber eine zufällig erwischte arterielle blutung.
der tumor ist echoärmer als die übrige prostata, unregelmässig begrenzt und exophytisch in die harnblase wachsend - ich glaube an ein blutendes ca.
Hier sind wir uns einig: es ist ein Malignom. im blasenboden-Bereich. Doch es blutet nicht, das ist lediglich ein Ureter-Jet. Doch wir liessen den Urologen hineinschauen (mit der Verdachtsdiagnose Blasen-Ca) und es ist ein Prostata-Ca, durch die Blasenwand wachsend. JT
Fall der Woche Nr. 140

Bild 1 sieht nach grosser Gallenblase aus, wer Freude an Eigennamen hat,
wird mit ihr das Courvoisier- Zeichen erkennen.
Bild 2 ist zu rätselhaft, vielleicht hätte die Vergrösserung mehr gebracht.
Bild 3 ist ein Oberbauchquerschnitt, der stark erweiterte Pankreasgang ist
markiert.Bild 4 schliesslich ist wahrscheinlich auf den Pankreaskopf gezielt, mit
Abbruch des Pankreasgangs vor einer rundlichen leicht hypoechogenen mit
Pfeil markierten Masse. Es besteht ein geringer Schallschatten, Hinweise für
einen Stein erkenne ich nicht. Zusammengefasst muss dies ein Pankreaskopfkarzinom sein mit Cholostase und
Stauung des Pankreasgangs.Eine CT wird sicher folgen, als "objektive" Untersuchung, auch zur
Metastasensuche.Diagnostisch und therapeutisch weiterhelfen wird die ERCP.

Als Arbeitdiagnose nehme ich einen schmerzlosen Verschlussikterus an. Zeichen der Cholangitis sind in ihrer Anamnese nicht beschrieben, aufgrund des relativ jungen Alters hätte die Patientin wohl Fieber oder Oberbauchschmerzen/ Entzündungsmarker. Relativ konstant ausgeweiteter DHC, prall gefüllte GB ohne Konkrementnachweis, tue mir als Anfänger ohne Bodymarker schwer, aber vermutlich auch ausgeweiteter D. pancreaticus. Beim letzten Bild offensichtlich plötzlicher Gangabbruch durch in erster Linie Tumor? Impaktiertes Konkrement eher unwahrscheinlich. Dg: V.a. distales cholangiocelluläres Ca oder Pankreasca im Kopfbereich
Procedere: Therapeutische ERC ggf Stenting ggf mit Bürstenzytologie, bei Cholangitiszeichen vorzugsweise unter antibiotischer Therapie mit Levofloxacin oder Ceftriaxon

Verdachtsdiagnose: Papillenkarzinom oder Pankreaskopfkarzinom bei dilatiertem D.pancreaticus und DHC und Gallenblasenhydrops
GB-Hydrops. massiv erweiterter Hepatocholedochus und Wirsungianus. Der Pfeil deutet auf eine echoreiche RF, welche in den DHC hineinwächst und whs. im Bereich des Pankreaskopfs liegt.?
DD: Pankreaskopf-CA oder Papillen-CA mit cholestatischem Ikterus
Ductus choledochus und  pankreatikus sind deutlich erweitert, Gallenblase vergrössert bei diesem schmerzlosen Ikterus. Im Pankreaskopf lässt sich ein raumfordernde Prozess vermuten. Es handelt sich um Pankreas-Kopf-Karzinom.JT
Fall der Woche Nr. 139
Im Übersichtsbild hat man den Eindruck eines Retentionsmagens. Die
Begrenzung Richtung Pylorus ist unregelmässig, ist es nur eine Falte?
Bild 2 ist eine Detailansicht, wahrscheinlich von Antrum und/oder Pylorus.
Es fällt die deutliche Verdickung der Wand auf, es fehlt die für Magen
typische Schichtung.
Bild 3 ist wahrscheinlich ein Detail aus der in Bild 1 dargestellten Region,
wieder eine fragliche Falte - oder ein Ulkuswall??
Bild 4, aus der Umgebung, erinnert an einen Lymphknoten.
Was können 94 jährige Damen mit Retention, Magenwandverdickung, möglichem
Ulkus und Lymphknoten haben? Ein primäres Ulkus mit reaktiver Wandverdickung
wohl eher nicht, deshalb denke ich an ein Karzinom mit Verdacht auf Ulkus
und regionalen Lymphknoten, ob der reaktiv oder tumorinfiltriert ist, das
kann ich nicht sagen.
Den Magen würde ich vorerst entlasten (Sonde) und endoskopische die Diagnose
suchen. Falls benigne, sollte eine Besserung durch die Ulkustherapie
eintreten, falls maligne, wäre dies schicksalhaft, eine alleinige (heute
sagt man Komforttherapie) Palliation müsste genügen.
Es handelt sich um Magen-Ca mit LK- Metastasen JT
Fall der Woche Nr. 138
Sieht eigenartig und ungemütlich aus.
Die Bilder stellen wahrscheinlich zwei Schnittebenen derselben Region dar.
Auffällig ist die polyzyklische zum Teil unscharf begrenzte echodichte
Struktur, die die Achillessehne und die Umgebung zu infiltrieren scheint.
Die Dichte der Echos ohne räumliche Orientierung weckt den Verdeacht auf ein
Gewebe, bestehend aus grossen Zellen (analog der Lebersteatose).
Ich befürchte ein Sarkom (Lipo-, Fibro- o.ä.).
Vielleicht hilft ein MRI zur Differenzierung.
Ich würde nicht ohne Rücksprache mit einem Spezialisten hineinstechen, und
der Spezialist würde wahrscheinlich abraten.
Bei solchen Fällen machen wir eine FNP und manchmal auch Trucut-Biopsie. Hier wurde die Diagnose zytologisch vermutet, schlussendlich wurde dieses Tumor entfernt- histiologisch ein myxoides Angiolipom.. JT
Fall der Woche Nr. 137
Bilder 1 und 2 zeigen die Achillessehne mit komplexen echofreien Zonen, im
Querschnitt praktisch die ganze Fläche umfassend. Das heisst: die Sehne ist
subtotal rupturiert (wäre sie ganz durch, so müsste man eine Retraktion
erwarten).
Auf den Bildern 3 und 4 ist die Sehne etwas verdickt, in der Struktur
aufgelockert. Eine hypoechogene Zone zwischen Sehne und Knochen (Tibia)
entspricht am ehesten einer prall gefüllten Bursa.
Der Mann sollte sich schonen!
Meines Erachtens handelt es sich um eine frische traumatische Achilessehnen-Ruptur.
Hier lagen die meisten gut: Eine unvollständige Ruptur der Achillensehne...JT
Fall der Woche Nr. 136
Ein Bilderrätsel (mit guten Bildern). Die zwei Bilder stellen nicht das gleiche Gebilde dar. In Bild 1 denke ich quer geschnittenen Darm zu erkennen, mit einem Divertikel (rechts, nahe der Bauchwand, mit Gas) und ev. entzündlichem Ödem in der Umgebung, also eine Divertikulitis, die Ursache der schweren Infektion sein kann.Schwierig ist Bild 2. Die drei dunklen Dinger sind kaum Darmschlingen, der Darm müsste schon komisch liegen, für Ovarialzysten sehen sie auch eigenartig aus. Wie ist der Schnitt erfolgt?. Eher passen würden mir erweiterte renale Strukturen. Dann müsste das grosse solide Gebilde ein Tumor sein, der den Abfluss behindert. Ich kann nur spekulieren und würde auf einen Nierenbeckentumor tippen mit Hydronephrose.
Meine Diagnose: Sepsis durch abszedierende Colondivertikulitis.
Ich würde auf eine perforierende Sigmadivertikulitis mit Abszessbildung tippen. Als weiteren Schritt: Antibiose mit Ciproxin/Flagyl. Nach Abheilung Koloskopie und wenn zweiter Schub: elektive Sigmaresektion.
Die Klinik mit massiver Leukozytose, CRP und auch Schmerzen im linken Unterbauch liessen sowohl an Diverticulitis, wie auch an Abscess denken. Da jedoch das Bild der Darmveränderungen nicht alzu schwer ausgesehen hat und unter Antibiotika nach 3 Tagen keine Besserung eintrat, wurde die Patientin operiert, ein Ovarialabscess links (Bild 2 entspricht dem zystoiden Ovarialbefund,  ventral davon liegt Uterus) wurde bestätigt. JT
Fall der Woche Nr. 135
Ich habe Schwierigkeiten, die Läsionen sicher zu erkennen. Dies mag einerseits an der Technik liegen, die Bilder erscheinen mir stark durch Artefakte beeinflusst (hohe Kompression). Könnte es sich nicht um unterschiedlich fetthaltige Zonen handeln? Ich vermag mich nicht festzulegen.
Es sind 2 kleine scharf abgegrenzte Läsionen, eine davon zytologisch Hämangiom, andere, zentral liegend ist eine Karzinoid-Metastase. Ein CT war ebenfalls nich schlüssig, erst die Zytologie. Als therapie hat man selektive Thermoablation durchgeführt. JT.
Fall der Woche Nr. 134

Ein ovalärer Knoten, meist scharf begrenzt mit zwei Anteilen: einer homogen echodicht, vereinbar mit Speicheldrüse, und ein deutlich inhomogener Anteil, dessen periphere Begrenzung nicht scharf erscheint. Im Power Doppler (mit anderer Schnittrichtung) ist wahrscheinlich diese inhomogene Zone geschnitten und recht stark vaskularisiert.
Dies weckt die Vermutung auf eine Metastase eines Hypernephroms, es gibt daneben nur wenige Tumore, die so stark vaskularisiert sind (welche sind es?).

In der Tat: einzelne Metastase des Hypernephroms, nach 9 Jahren. CT Kopf/Thorax und Abdomen war sonst unauffällig.JT.
Fall der Woche Nr. 133
 
Luft im Nierenbecken, verursacht durch Gasbildner, bei Diabetes mellitus.JT
Fall der Woche Nr. 132
Mammae sind mir nicht so geläufig.
Man sieht eine Zone von hypoechogenem Gewebe, könnte im Randbereich kleinste Verkalkungen vermuten. Ein Schallschatten ist aus technischen Gründen (Sono CT) wenig eindrücklich, aber doch vorhanden.
Dies sind alles Kriterien eines Mammakarzinoms, d.h. eine invasive Abklärung ist unumgänglich.
Rs handelt sich um fokale Fibrose, die jedoch so ähnlich, wie ein CA aussieht, dass eine PE durchgeführt wurde.JT
Fall der Woche Nr. 131

Massive Hydronephrose rechts, grosse gekammerte kortikale Zyste links (so wie ich das Bild sehe ist in Aufnahme D die Niere durch die Zyste hindurch zu sehen, auf dem einen Bild ist aber nicht zu entscheiden ob sie normal ist). Abklärung: Lokalisation der Ureterobstruktion sonographisch versuchen, Blase ansehen, urologische Abklärung.

Pyonephrose bds.?

Statische Bilder sind zuweilen schwer zu lesen.
Beidseits grosse anechogene Zonen in den Nieren, auf den dargestellten Schnitten
keine Zeichen, dass es sich um jeweils einen Hohlraum handelt,
was für Nierenbecken und Stauung spräche.
Wo das Parenchym sichtbar ist, erscheint es auch fast zu breit für eine schwere Stauung.
Ich vermute beidseitige grosse parapelvine Zysten.

Es handelt sich weder um Hydronephrose, noch um Pyelonephritis sondern um einen Fall von zystisch-dysplastischen Nieren  JT

Fall der Woche Nr. 130
Nicht ganz mein Fachgebiet, Uterus scheint mir rel groß, Muskulatur
sehr stark, Schleimhaut ohne Angabe des Zyklusstandes schwierig.
Nach Aufn D  Ut. bicornis, der Gynäkologe muß weiterhelfen.
Uterus duplex.

Dg. Uterus bicornus. .Ev. weitere abklärungen nicht unbedingt notwendig.
Super- es ist ein  Beispiel von Uterus duplex.  JT

Fall der Woche Nr. 129
 
Milzarterien-Aneurysma, bei 3 cm Grösse ist eine Rupturgefahr gross. Resektion und Splenectomie wurden durchgeführt. JT
Fall der Woche Nr. 128                                                                              
 
Knie bei akutem Schub einer PcP JT
Fall der Woche Nr. 127
Zentral im Uterus teilweise scharf begrenzte Raumforderung, verglichen mit
umgebendem Myometrium eher echoreicher, aufgebaut aus mehreren "Knoten". Ich
vermute, die Massen gehen vom Endometrium aus.
Nimmt die Frau Hormone?
An erster Stelle steht für mich eine Neoplasie (Karzinom) des Endometriums.
In erster Wahrscheinlichkeit: Endometriumkarzinom
Weitere Abklärungen: diagnostische Hysteroskopie, fraktionierte Curettage.Verdachtsdiagnose: Endometriumkarzinom
Submuköses Myom oder Endometrium-Ca
DG:Vd. auf Endometrium-Ca DD: polyp  oder submuköses Myom TT: Hysteroskopie /Curetage  falls Ca --> weitere Abklärungen (cystoskopie, Rectoskopie, CT / IRM...)-> dann diagnostische Laparotomie mit, je nach Befund, nichts, totaler abdominaler Hysterektomie + Adnexe, lymphknoten-extirpation, (Wertheim)...--> dann Strahlen-Therapie, falls nötig
Klar, es war ein Endometrium-Ca. Müsste aber nicht unbedingt sein... JT
Fall der Woche Nr. 126
grosses teilweise gut agegrenztes z.T. Verkalktes kräftig
vaskularisiertes Gebilde, ich kann nicht erkennen, ob sukutan oder in der
Muskulatur gelegen.
Differenzialdiagnostisch denke ich am ehesten an einen Weichteiltumor, ein
Myo- ein Lipo- oder gar ein Chondrosarkom. Für eine Metastase ist mir das
Ding zu gross, ebenfalls für ein Lymphom.
Sarkom (pathologische Gefässe!)/ Metastase
Lymphom

Häufig denken wir ähnlich. Besonders, wenn es sich um so ein grosses Tumor handelt...Doch die Patientin war unbeweglich- und dieses Tumor überraschenderweise ein Adeno-Ca.  JT

zurück zum Fall der Woche