Jahresbericht der SVUPP, Geschäftsjahr 2004-5
Die Schweizerische Vereinigung für Ultraschall in der pädiatrischen Praxis (SVUPP) umfasst derzeit ca. 350 Mitglieder. Sie definiert sich als Fachgruppe des Forums für Praxispädiatrie und ist gleichzeitig die Sektion Pädiatrie der nationalen Dachorganisation für Ultraschalldiagnostik SGUM (Schweiz. Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin). Die SVUPP ist vernetzt mit der FMH-Kommission Hüftsonographie, welcher die Verwaltung des Fähigkeitsausweises Hüftsonographie übertragen ist. Zur Schweizer Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) bestehen direkte Kontakte mit dem Bestreben zur Zusammenarbeit in politischen Fragen.
Hüftsonographie
Nicht zuletzt dieser Vernetzung ist es zu verdanken, dass die Hüftsonographie nach Graf definitiv Eingang in den Leistungskatalog der Grundversicherung gefunden hat. Dieser Entscheid, welcher noch im letzten Geschäftsjahr erreicht werden konnte, hat zu einer merklichen Beruhigung geführt – allerdings leider auch zu gewissen Missverständnissen. Die Hüftsonographie nach Graf ist nicht als Screeningmethode, sondern als diagnostische Massnahme im Leistungskatalog verankert. Somit ist jedem Arzt die Verantwortung übertragen, die Untersuchung der Hüftgelenke von Neugeborenen nach bestem Wissen und Können durchzuführen. Eine Ultraschalluntersuchung ist immer dann angezeigt, wenn eine Hüftdysplasie klinisch oder anamnestisch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Ein gravierendes, aber heilbares Problem, wie die congenitale Hüftdysplasie und –luxation, in der Häufigkeit von über 2%, zwingt uns zur rechtzeitigen Früherkennung! In der Überzeugung von SVUPP und der Kommission Hüftsonographie ist die Untersuchung somit weiterhin bei jedem Kind zum frühest möglichen Zeitpunkt durch in der Methode ausgebildete Ärzte angezeigt.
Der Umstand, dass die Hüftsonographie nicht mehr als Screening-Untersuchung, sondern als diagnostische Massnahme definiert ist, hat leider zu diversen Fehlinterpretationen geführt. Einzelne Krankenversicherer sind dazu übergegangen, die Bezahlung der Tarmed-Tarifposition 30.3240 zu verweigern. Die SVUPP nimmt sich solchen Problemen an und hat eine Beratungsstelle eingerichtet (Homepage!). Eine Ombudsstelle für Abrechnungsprobleme des Hüftschalles mit den Krankenkassen bietet auch die Kommission Hüftsonographie an. Als interessante, aktuelle Informationsquelle bezüglich Hüftschall hat sich www.babyschall.ch etabliert.
Homepage und „Modul Pädiatrie“
Die SVUPP betreibt eine Homepage, welche sich derzeit im Auf- und Ausbau befindet: www.svupp.ch! Dort ist unter anderem die wichtigste Aktivität, das Kurswesen, beschrieben. Als wesentliche Neuerung ist seit Mai 2004 ein Fähigkeitsausweis Ultraschall, Modul Pädiatrie (Abdomen, Schädel, Weichteile) definiert. Ein entsprechender Antrag war durch die SGUM eingereicht worden.
Die Entwicklung und Verwaltung eines solchen Moduls bedingt grundlegende Änderungen im Kurswesen der SVUPP. In Zukunft wird eine Kursreihe in pädiatrischer Sonographie angeboten, bestehend aus Grund-, Aufbau- und Abschlusskurs gemäss den neu geltenden Richtlinien.
Die Kurse in Hüftsonographie werden unverändert im Angebot verbleiben. Der FMH-Fähigkeitsausweis Hüftsonographie wird ebenfalls in bestehender Form beibehalten.
SVUPP-Vorstand
Durch die Entwicklungen der letzten Jahre war der Vorstand intensiv gefordert. Es hat die Vereinsführung erleichtert, dass er in dieser Zeit in bewährter und relativ konstanter Zusammenstellung operativ sein konnte. Den Vorstandsmitgliedern und auch der Leiterin der SVUPP-Geschäftsstelle sei an dieser Stelle ein herzlicher Dank für den grossen, selbstlosen Einsatz ausgesprochen.
Zusammensetzung SVUPP-Vorstand:
Andrea Imahorn-Meier, Co-Präsidentin
Raoul Schmid, Co-Präsident
Cyril Lüdin, Kassier
Markus Renggli, Beisitzer (Homepage)
Thomas Baumann, Beisitzer
Christoph Baumgartner, Beisitzer
Heidi Fedeli-Schönberg, Leiterin Geschäftsstelle
Baar, 22.5.2005
Raoul Schmid

